Erklärung des Bundesverbandes

Lediglich aus den Medien haben wir erfahren, dass auch gegen den Volkssolidarität Bundesverband e.V. im Zusammenhang mit den insolventen Immobilienfonds zweier rechtlich selbstständiger Kreisverbände in Mecklenburg-Vorpommern Klage erhoben worden sein soll. Da dem Bundesverband jedoch bislang überhaupt keine Klageschriften zugestellt worden sind, können wir uns zu diesen Behauptungen allerdings auch nicht konkret erklären.

Der Bundesvorstand bedauert jedoch weiterhin, dass durch die Insolvenz der Sozialimmobilienfonds, deren Gesellschafter die Kreisverbände Rostock-Land/Bad Doberan e. V. und Mecklenburg-Mitte e. V. sind, Anleger dieser Fonds - zum Teil Mitglieder der Volkssolidarität - finanziell geschädigt wurden.

Es bleibt jedoch festzuhalten, dass der Bundesverband derartige Finanzgeschäfte weder angeregt noch gefördert hat und auch nicht an den Immobilienfonds beteiligt war. Der Bundesvorstand hat als Gremium von Unregelmäßigkeiten und Turbulenzen bei diesen Fonds daher auch erst Anfang 2009 aus entsprechenden Mitteilungen in den Medien Kenntnis erhalten.

Der Bundesverband hat und hatte aufgrund der föderalen Strukturen der Volkssolidarität keine Aufsicht über die wirtschaftliche Geschäftstätigkeit seiner rechtsfähigen Gliederungen bzw. deren Tochtergesellschaften zu führen. Vor dem Bekanntwerden der Presseberichte gab es nach Kenntnislage des Bundesvorstandes auch keine Veranlassung bezüglich dieser Fonds.

Dem Bundesverband ist es aufgrund seines Gemeinnützigkeitsstatus nicht erlaubt, die Immobilienfonds bzw. die geschädigten Anlieger finanziell zu unterstützen, ganz abgesehen davon, dass der Bundesverband dazu auch finanziell nicht in der Lage wäre.

Sehr bedauerlich wäre es, wenn nunmehr in Folge einer interessensgeleiteten Medienarbeit die vielerorts anerkannt gute und wirksame soziale, sozialpflegerische und sozialkulturelle Arbeit der 30.000 ehrenamtlich und 16.000 hauptamtlich Beschäftigten der Volkssolidarität wegen solcher gerichtlicher Streitigkeiten teilweise in den Hintergrund treten würde. 

V.i.S.d.P.: Horst Riethausen, Bundesgeschäftsführer
9. Dezember 2010