„Wir stehen vor der Herausforderung, die Sozialberatungsangebote der Volkssolidarität zu qualifizieren, zu erweitern und neue Beratungen mit unterschiedlichen Inhalten anzubieten.“ Mit diesen Worten eröffnete der Bundesgeschäftsführer, Dr. Bernd Niederland, die 1. Sommerakademie „Sozialberatung in der Volkssolidarität“ am 5. Juni 2008 in Berlin. Rund 60 Teilnehmer waren der Einladung des Bundesverbandes gefolgt und verbrachten bei schönstem Sommerwetter drei arbeitsintensive Tage Im Kongresshotel Berlin-Rahnsdorf am Müggelsee.
Erste Sommerakademie für Sozialberatung in der Volkssolidarität

Die Volkssolidarität müsse in der Öffentlichkeit verstärkt als Sozial- und Wohlfahrtsverband wahrgenommen werden, so Niederland weiter. "Die gesellschaftlichen, sozialpolitischen Veränderungen in diesem Land verlangen, dass sich unser Verband durch verstärkte Sozialberatung profiliert!" (
Material als pdf-Datei, 7 Seiten)
Vor diesem Hintergrund bot die Sommerakademie vier zur Fort- und Weiterbildung gedachte Workshops an. Wie verbale und non-verbale Kommunikation in einem professionellen Beratungsgespräch ablaufen sollte, vermittelte die Soziologin Gabriele Pursian im ersten Seminar. "Es ist ganz wichtig, dass Berater und Hilfesuchende gemeinsam Lösungswege auswählen", sagte Frau Pursian am Rande der Veranstaltung. "Nur so wird aus dem Betroffenen ein Beteiligter."
Im zweiten Workshop, der von Rechtsanwältin Ulla Engler, Rechtsreferentin beim Paritätischen Gesamtverband, geleitet wurde, ging es um das neue Rechtsdienstleistungsgesetz (
Material als pdf-Datei, 28 Seiten). Das zum 1. Juli 2008 in Kraft tretende Gesetz scheine auf den ersten Blick nur aus Verbotsschildern zu bestehen, erklärte Frau Engler den interessierten Zuhörern. "Wenn man aber die einzelnen Paragrafen genauer unter die Lupe nimmt, kann man sagen, dass sich vieles zum Besseren gewendet hat."

"Sozialberatung und Pflegeberatung" waren die Stichworte des Seminars unter der Leitung von Silvia Buhl (
Material als pdf-Datei, 22 Seiten). Am Beispiel einer ambulanten Pflegestelle vertiefte die Sozialarbeiterin nochmals die Grundsätze der Sozialberatung. "Ein breites, gefestigtes Wissen des Beraters oder der Beraterin ist Voraussetzung für eine gute Sozialberatung", meinte Frau Buhl. Falsche Beratung schade dem Berater, dem Hilfesuchenden und nicht zuletzt auch der Volkssolidarität.

Im vierten Workshop unter der Leitung des Rechtsanwaltes Eckhard Lamster ging es nochmals um Rechtsfragen. Thema waren die Vorsorge, Betreuungs- und Patientenverfügungen, die anhand praktischer Beispiele erörtert wurden (
Material als pdf-Datei, 24 Seiten). "Um mit der Rechtslage vertraut zu werden sind Weiterbildungen in Sachen Rechtsberatung für die Sozialberater der Volkssolidarität unumgänglich", sagte Lamster nach dem Workshop. Zum Abschluss der ersten Sommerakademie am Samstagvormittag war Dr. Axel Holz eingeladen, der zum Thema "Veränderungen in der Pflegegesetzgebung" referierte (
Material als pdf-Datei, 39 Seiten).
Die drei Tage Sommerakademie bestanden aber nicht nur aus Arbeit. Am Donnerstagabend stand ein Ausflug in den Berliner Friedrichstadtpalast auf dem Programm, zum Besuch der "Glanzlichter der Revue". Für die musikalische Unterhaltung sorgte am Freitagabend das Duo Anne & Frank, das mit Schlagern und Country die Grillparty auf der Terrasse des Hotels begleitete.
"Uns ist es ganz wichtig, dass die Teilnehmer der Sommerakademie auch die Möglichkeit haben, sich untereinander auszutauschen und Kontakte zu knüpfen", sagte Steffi Helmers, die für die Veranstaltung verantwortlich zeichnete. Die 2. Sommerakademie zur Sozialberatung ist für den nächsten Sommer vorgesehen.
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