Volkssolidarität


Bundesverband e.V.

Wohnen im Alter

© Anja Schäfer / Fotolia.comAltengerechtes Wohnen

Nicht selten stehen Familien plötzlich vor der Entscheidung, ihre Angehörigen zu Hause zu pflegen oder in eine Wohneinrichtung für Senioren zu bringen. Die Ent­scheidung, die eigenen vier Wände zu verlassen und in eine betreute Wohnanlage, ein Alters- oder Pflegeheim umzuziehen, ist nicht einfach. Betroffene und Angehörige sollten sich darüber frühzeitig informieren, denn häufig zwingen unvorhersehbare Ereignisse zu schnellem Handeln. Bei der Suche nach einer geeigneten Einrichtung sollten verschiedene Aspekte berücksichtigt werden.
In der rechten Spalte finden Sie eine Checkliste (PDF-Datei) als Hilfestellung.

 

Wohnraumanpassung Umbau statt Umzug

Wohnraumanpassung ist die Alternative für einen Umzug in eine barrierefreie oder behindertengerechte Wohnung. Sie können in Ihrer gewohnten Umgebung verbleiben und Ihre Wohnung an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen.
Die Wohnung kann mit Hilfsmitteln so eingerichtet werden, dass eine selbständige Haushaltsführung auch mit Behinderung möglich ist. Darüber hinaus sollten Sie bei der Wohnungsbauförderstelle wegen Fördermitteln für einen behindertengerechten Umbau Ihrer Wohnung aus der Landesförderung vorsprechen. Eine Auflistung der Wohnbauförderung in den Bundesländern finden Sie hier.

 

Generationsgerechtes Wohnen barrierefrei

Barrierefrei gebaute Wohnungen sind auch für jüngere Menschen attraktiv. Deshalb sollten Sie bei einem Neubau auf Flexibilität und Barrierefreiheit achten. Barrierefreiheit und damit altersgerechtes Bauen muss nicht teuer sein. In jedem Fall ist es billiger als eine spätere Nachrüstung.

 

Förderung durch die Pflegekasse

Die Ansprüche zu den finanziellen Zuschüssen zur Verbesserung des Wohnum-feldes wurden mit der Einführung des ersten Pflegestärkungsgesetzes erhöht. Demnach beträgt der Zuschuss, welcher einkommensunabhängig gewährt wird, 4.000 Euro pro Maßnahme und Person. Die Zuschussgewährung nach §40 Abs. 4 SGB XI setzt voraus, dass die geplante Maßnahme die häusliche Pflege ermöglicht oder erheblich erleichtert oder eine möglichst selbständige Lebensführung des Anspruchsberechtigten wiederhergestellt wird. Eine Übersicht der Leistungen der Pflegeversicherung zur Verbesserung des Wohnumfeldes aufgrund des Pflegestärkungsgesetzes I (PSG I) ab 2015 finden Sie als PDF-Datei in der rechten Spalte.

 

Förderung mit KfW-Kredit

Die deutsche Förderbank KfW bietet Kredite und Zuschüsse für altersgerechten Umbau von Wohnraum. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Mit dem Programm werden Barriere reduzierende Maßnahmen und Komfortverbesserungen in bestehenden Wohngebäuden, wie beispielsweise bodengleiche Duschen oder auch schwellenlose und einbruchhemmende Haus- und Wohnungseingangstüren. Die Antragstellung erfolgt vor Beginn des Vorhabens direkt bei der KfW. Die Unterlagen zur Antragstellung finden Sie hier.