Volkssolidarität


Bundesverband e.V.

Rente

 

 

Wichtige Gesetze auf rentenpolitischem Gebiet

Am 07.07.2017 gab der Bundesrat für folgende Gesetze grünes Licht:
Gesetz zur Verbesserung der Leistungen bei Renten wegen verminderter Erwerbsunfähigkeit

Vollständige Angleichung der Renten in Ost- und WestdeutschlanBetriebsrentenstärkungsgesetz

Am 21. 10.2016 hat der Bundestag folgendes Gesetz beschlossen. Der Bundesrat stimmte dem am 25.11.2016 zu:

„Gesetz zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben“ (Flexirentengesetz)

Das Gesetz trat am 01.07.2017 in Kraft; in Teilen bereits schon am 01.01.2017.

 

Änderungen in der Rentenversicherung zum 1. Januar 2016:

Beitragsbemessungsgrenze steigt

Die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung steigt von 6.050 auf 6.200 Euro/Monat in den alten Bundesländern und von 5.200 auf 5.400 Euro/Monat in den neuen Bundesländern. Die Beitragsbemessungsgrenze bestimmt den Höchstbetrag, bis zu dem Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen bei der Berechnung des Rentenversicherungsbeitrags berücksichtigt wird. Für darüber hinausgehendes Einkommen müssen keine Beiträge gezahlt werden.

Anhebung der Altersgrenzen wegen Rente mit 67
Die Regelaltersgrenze steigt für 1951 geborene Versicherte, die im nächsten Jahr 65 werden und für die keine Vertrauensschutzregelungen gelten, um einen Monat auf 65 Jahre und fünf Monate. Für die folgenden Geburtsjahrgänge erhöht sich das Eintrittsalter um je einen weiteren Monat; später wird in Stufen von zwei Monaten angehoben.

Freiwillige Versicherung:  Mindestbeitrag bleibt stabil
Der Mindestbeitrag zur freiwilligen Versicherung beträgt weiterhin in den alten und neuen Bundesländern 84,15 Euro/Monat. Der Höchstbeitrag für freiwillig Versicherte steigt von 1.131,35 auf 1.159,40 Euro/Monat. Freiwillig Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung können alle zahlen, die – unabhängig von der Staatsangehörigkeit – ihren Wohnsitz in Deutschland haben, mindestens 16 Jahre alt sind und nicht der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung unterliegen. Eine Altersvollrente dürfen sie allerdings noch nicht beziehen.

Rentenversicherungsbericht 2015

Jedes Jahr im November erscheint der Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung. Er enthält Angaben zu Einnahmen und Ausgaben der Rentenversicherung. Die Rentenbeiträge für 2016 bleiben voraussichtlich bei 18,7 Prozent. Der Rentenversicherungsbericht beleuchtet auch die Altersbezüge für Rentnerinnen und Rentner. Sie könnten ab Juli 2016 um 4,4 Prozent in den alten und 5 Prozent in den neuen Bundesländern steigen.

Die genauen Zahlen werden jedoch erst im Frühjahr 2016 festgelegt, wenn alle Zahlen zur Einkommensentwicklung vorliegen. Die Rentenerhöhung wird zum 1. Juli 2016 durchgeführt.

Gesetzliche Altersbezüge steigen zum 1. Juli

Nach Daten des Statistischen Bundesamtes und der Deutschen Rentenversicherung Bund steht die Rentenanpassung zum 1. Juli 2017 fest:

In Westdeutschland steigt die Rente um 1,90 Prozent, in den neuen Ländern um 3,59 Prozent. Damit beträgt der aktuelle Rentenwert (Ost) nun 95,7 Prozent des aktuellen Rentenwerts West (bisher: 94,1 Prozent). 

Damit ergibt sich eine Anhebung des aktuellen Rentenwerts von gegenwärtig 30,45 Euro auf 31,03 Euro bzw. eine Anhebung des aktuellen Rentenwerts (Ost) von gegenwärtig 28,66 Euro auf 29,69 Euro.

Die höhere Rentenanpassung im Osten beruht auf der dort höheren Lohnentwicklung. Damit soll sich die Ausgangslage für ein einheitliches Rentenrecht in Ost und West verbessern. Nach dem Entwurf des Rentenüberleitungs-Abschlussgesetzes soll ab dem 1. Juli 2018 die Angleichung des aktuellen Rentenwerts (Ost) an den Rentenwert in den alten Ländern in sieben Schritten angeglichen werden, bis ab 1. Juli 2024 ein einheitlicher Rentenwert in ganz Deutschland gelten soll.

Das neue Rentenpaket

Seit 1. Juli 2014 gilt das neue Rentenpaket der Bundesregierung. Es enthält im Wesentlichen vier Säulen:

  • abschlagsfreie Rente ab dem 63. Lebensjahr
  • Mütterrente
  • Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente
  • Erhöhung des Reha-Budgets

In der rechten Spalte finden Sie unter "Publikationen & Informationen" die wichtigsten Fragen und Antworten zum Rentenpaket.
Ausführliches zur verbesserten Anerkennung von Kindererziehungszeiten erfahren Sie in der rechten Spalte Sie unter "Publikationen & Informationen".

 

Rentenarten

Hier finden Sie ganz ausführliche Informationen zu Anspruchsvoraussetzungen, Rentenbeginn und Bezugsdauer, Hinzuverdienst-möglichkeiten sowie Rechtsgrundlagen der jeweiligen Rentenart:

Die normale Altersrente

Die so genannte Regelaltersrente erfordert fünf Jahre Versicherungszeit.

Altersrente für langjährig und besonders langjährig Versicherte

Der Anspruch auf die Altersrente für langjährig Versicherte und die für besonders langjährig Versicherte hängt von Ihrem Geburtsjahr ab.

Altersrente für schwerbehinderte Menschen

Ab einem Grad der Behinderung von mindestens 50 können Sie schon früher in Rente gehen.

Altersrente für Frauen

Unter bestimmten Voraussetzungen können Frauen, die vor 1952 geboren sind, schon mit 60 Jahren eine vorgezogene Altersrente in Anspruch nehmen.

Altersrente für langjährig unter Tage beschäftigte Bergleute

Auf diese Altersrente haben Sie Anspruch, wenn Sie nach dem 60. Lebensjahr die Wartezeit von 25 Jahren mit ständigen Arbeiten unter Tage erfüllt haben.

Altersrente bei Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit

Diese Altersrente können Sie erhalten, wenn Sie vor 1952 geboren wurden und eine Versicherungszeit von mindestens 15 Jahren erfüllen und entweder bei Beginn der Rente arbeitslos sind und nach Vollendung eines Lebensalters von 58 Jahren und sechs Monaten insgesamt 52 Wochen arbeitslos waren oder mindestens 24 Kalendermonate Altersteilzeitarbeit nach dem Altersteilzeitgesetz ausgeübt haben. Außerdem müssen Sie innerhalb der letzten zehn Jahre vor Beginn der Rente mindestens acht Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit gezahlt haben.

Erwerbsminderungsrenten

Um eine Erwerbsminderungsrente in Anspruch nehmen zu können, sind neben den medizinischen auch besondere versicherungsrechtliche Voraussetzungen zu erfüllen.

Renten an Hinterbliebene

Witwen- und Witwerrente

Halb & Vollwaisenrente

Erziehungsrente

Witwen- und Witwerrente – auch für Geschiedene

Wann sollte die Rente beantragt werden?

Die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) rät, drei Monate vor Rentenantritt die Altersrente zu beantragen. Andernfalls kann sich die erstmalige Auszahlung der Rente verzögern. Wir empfehlen, die Antragsformulare gemeinsam mit den Mitarbeitern der DRV auszufüllen. Im persönlichen Gespräch können Sie Ihre Fragen klären und mitgebrachte Originalunterlagen bestätigen lassen. Vereinbaren Sie hierzu einen kostenlosen Beratungstermin. Kostenloses Service-Telefon: 080010004800 oder Termin online hier buchen.

Welche Unterlagen wird für den Rentenantrag benötigt?

  • Versicherungsverlauf, soweit vorhanden
  • gültiger Personalausweis und
  • die Bankverbindung, auf die die Rente überwiesen werden soll

Dem Rentenantrag sollten alle Versicherungsunterlagen für die Zeiten beigefügt werden, die in dem so genannten Versicherungskonto noch nicht erfasst sind. Dies könnten z. B. sein:

  • Geburtsurkunde/Sterbeurkunde/Heiratsurkunde
  • Geburtsurkunden der Kinder
  • Wehrpass
  • Aufrechnungsbescheinigungen (Sozialversicherungsnachweise für die Zeit vor 1972)
  • Nachweise, Zeugnisse über Ausbildungszeiten
  • Meldekarten der Arbeitsämter
  • Nachweise über Arbeitslosigkeit
  • Bescheinigungen der Krankenkassen über Krankheitszeiten
  • Versicherungskarten oder Sozialversicherungsausweise

 

 

Um eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung zu erhalten, muss ein Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung (Postanschrift: Deutsche Rentenversicherung Bund, 10704 Berlin) gestellt werden.

Der Antrag ist entweder an eine der Auskunfts- und Beratungsstellen des zuständigen Rentenversicherungsträgers oder direkt an den zuständigen Rentenversicherungsträger zu richten. Hier wird auch beim Ausfüllen der Antragsformulare Unterstützung gegeben.

Hinweise, was Sie alles beachten müssen, wenn Sie in Rente gehen wollen, finden Sie online hier.

 

 

Rentenbesteuerung

Wen die Rentenbesteuerung betrifft, wie die Rente besteuert wird und wer wie viel zahlt, darüber informiert Sie die DRV Bund hier.