Volkssolidarität


Bundesverband e.V.

Die neue "Suppenküche" der Volkssolidarität in Potsdam eröffnet

Mit einem kleinen Grillfest vor dem Gebäude wurde am 30. September in Potsdam die neue "Suppenküche" des Regionalverbandes Mittelmark der Volkssolidarität eröffnet. Nach rund zwei Jahren kehrte sie damit aus dem Ausweichquartier in der Benkertstraße an ihren alten Standort auf dem Gelände der Stadtverwaltung zurück. Damals waren im alten Containerbau erhöhte Formaldehyd-Werte festgestellt worden, so dass das Gebäude demontiert werden musste. Die neue "Suppenküche" ist ebenfalls ein Container, der durch seine ansehnliche Holzverkleidung jedoch erst auf den zweiten Blick als Fertigteilbau zu erkennen ist. Die Baukosten beliefen sich auf rund 600 000 Euro. Am Grill zur Feier des Tages standen Bürgermeister Burkhard Exner (SPD) und Hans-Jürgen Scharfenberg (auf dem Foto rechts), Fraktionschef der Linken im Stadtparlament.

Neben vielen Nutzern der "Suppenküche", die sich die leckeren Bratwürste und Steaks munden ließen, gehörten auch zahlreiche Sponsoren und Unterstützer des Projekts. Der Neubau mit seinen hellen freundlichen Räumen, in dem sich auch ein Wickelraum für Babys befindet, bietet nun Platz für rund 50 bis 60 Gäste mehr, als bisher.

Dr. Gabriele Herzel, Vorsitzende des Stadtverbandes Potsdam und Mitglid des Bundesvorstandes (Foto links), erinnerte daran, dass diese Einrichtung für Bedürftige einer alten Tradition in der Volkssolidarität entspreche. So sei es bei der Gründung des Verbandes vor 70 Jahren auch darum gegangen, "Suppenküchen" oder "Wärmestuben" einzurichten. Dr. Herzel dankte allen, die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben. Ihr Dank galt vor allem Oberbürgermeister Jann Jakobs, der das Vorhaben zur Chefsache erklärt hatte,  dem Linken-Fraktionschef Hans-Joachim Scharfenberg sowie dem Kommunalen Immobilien Service (KIS) mit Werkleiter Bernd Richter an der Spitze. Auch verwies sie darauf, dass die vom Einrichtungshaus PORTA vor zwei Jahren gesponserte moderne Kücheneinrichtung nun in den neuen Räumen optimal genutzt werden könne. Weitere Sachspenden, darunter Kühlgeräte oder Kafeemaschinen, seien hinzugekommen. Zudem stünden den Besuchern jetzt moderne Sanitäreinrichtungen zur Verfügung. Dr. Herzel dankte auch dem Team der "Suppenküche", zu dem vor allem der Leiter Friedhelm Loter sowie Bernd und Renate Maaß (unteres Bild) gehören.
Letztere kümmert sich seit Jahren vor allem um die "Kleiderkammer", die nun ebenfalls wieder ihren angestammten Platz bekommen hat. Wie sie bei dem Fest berichtete, seien die Regale dank zahlreicher Spenden gut gefült. Auch Spielzeug für Kinder könne an bedürftige Familien verteilt werden.

Eine besondere Überraschung gab es von Wolfgang Tessmann, Geschäftsführer der Firma Plischka Umzüge GmbH, mit der die Volkssolidarität seit vielen Jahren gut zusammenarbeitet. Er und einige seiner Mitarbeiter hatten einen riesigen Flaschen-Kühlschrank im Gepäck, der nun unter großem Hallo übergeben wurde. Zudem kündigte der Geschäftsführer an, für die diesjährige Weihnachtsfeier in der "Suppenküche" 100 Entenkeulen zu spendieren.