Volkssolidarität


Bundesverband e.V.

Solidarisch zusammenstehen – für eine starke gesetzliche Rente!

IG Metall Rentenpolitische Kampagnenkonferenz am 24. Februar 2017 in Berlin

Die Volkssolidarität setzt sich für eine Stärkung der gesetzlichen Rente ein. Dies wurde mit dem Beschluss der Rentenpolitischen Leitlinien im September 2016 noch einmal bekräftigt. Gemeinsam mit Gewerkschaften, anderen Sozial- und Wohlfahrtsverbänden sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen engagieren wir uns für eine Rente, die den Lebensstandard sichert und vor Armut schützt.

Rentenpolitische Kampagnenkonferenz der IG Metall

Auf der Rentenpolitischen Kampagnenkonferenz der IG Metall am 24. Februar 2017 in Berlin zeigte die Volkssolidarität erneut, dass sie mit den Gewerkschaften solidarisch zusammensteht. „Mehr Rente – Mehr Zukunft“ lautet der Slogan der IG Metall-Kampagne. Ein höheres Leistungsniveau, ein realistisches Renteneintrittsalter und der Ausbau zu einer Erwerbstätigenversicherung sind die zentralen Forderungen der IG Metall.

Fotos: Christian von Polentz
Fotos: Christian von Polentz
Auf der Konferenz betonte Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, vor rund 200 aktiven Ehrenamtlichen der IG Metall, die gesetzliche Rente müsse „bedarfsgerecht, leistungsgerecht und verteilungsgerecht“ sein. Die gesetzliche Rente müsse alle Menschen mit einer Erwerbsbiografie vor Armut absichern und wieder darauf ausgerichtet werden, den Lebensstandard im Alter zu bewahren. Nicht zuletzt müsse der Grundsatz der Parität wieder hergestellt werden.

Generationensolidarität statt Generationenkonflikt

Unter dem Titel „Ohne Generationensolidarität geht es nicht!“ diskutierte Dr. Valerie Moser, Sozialpolitische Referentin beim Bundesverband der Volkssolidarität, in einem Podiumsgespräch gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von Jugendverbänden und der IG Metall über die Frage, wie ein breites Bewusstsein und zivilgesellschaftliches Engagement für eine solidarische Rente erreicht werden kann.

In Kurzinterviews mit Aktiven der IG Metall hatte sich zuvor gezeigt, später Erwerbseintritt, prekäre Erwerbsbiografien und niedrige Löhne schwächen das Vertrauen der jungen Menschen, eine auskömmliche Rente zu bekommen. Auch private und betriebliche Vorsorge seien, insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern, zu wenig verbreitet, um die Lücke zu schließen. Resignation mache sich unter den Jungen breit.

Die Podiumsteilnehmenden waren sich einig: Diese Lebenslagen junger Menschen würden in vielen politischen Debatten und Beschlüssen nicht ernst genommen. Auch die Diskussion der Bundestagsmitglieder aller Parteien am Vormittag habe dies gezeigt. Die hitzig geführte Debatte der Politikerinnen und Politiker drehte sich um eine angemessene Höhe des Rentenniveaus und der Regelaltersgrenze. Zu wenig sei berücksichtig worden, dass junge Menschen kaum unbefristete Vollzeitstellen haben und 45 Beitragsjahre nicht mehr erreichen können.

Einen „Generationenkonflikt“, wie er in den Medien oder von der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)" oft beschworen wird, sahen die Anwesenden nicht. Was unter dem Schlagwort "Generationengerechtigkeit" verkauft werde, sei ein Angriff auf einen leistungsstarken Sozialstaat. Dies hatte die IG Metall am Morgen des gleichen Tages bei einer Aktion vor der Zentrale der INSM bekräftigt.

Gemeinsam wolle man sich im Jahr der Bundestagswahl als „Rentenretterinnen und Rentenretter“ für einen Kurswechsel einsetzen. Einen Kurswechsel hin zu einer solidarischen Rente, die die Generationen verbindet und nicht gegeneinander ausspielt.