Volkssolidarität


Bundesverband e.V.

Gute Stimmung trotz Regen

Tag der Volkssolidarität in Berlin am 3. Juni

Ja, der Regen hat uns am Tag der Volkssolidarität am 3. Juni in Berlin einen Strich durch die Rechnung gemacht. Pünktlich ab 14.00 Uhr pladderte es los und hörte bis in die späten Nachmittagsstunden nicht mehr auf. Statt Hitze und ausgelassener Sommerpartystimmung also gemütliches Zusammensein unterm Regenschirm – ganz nach dem Motto der Volkssolidarität: Miteinander, Füreinander.

Gute Laune mit den Chören der Volkssolidarität

Den extra angereisten Chören der Volkssolidarität war das schlechte Wetter, welche das Gelände der Internationalen Gartenausstellung in Marzahn teilweise schwer passierbar machte, jedenfalls überhaupt nicht anzumerken. Sie verbreiteten mit Ihrem Liedprogramm ‚Horch, was kommt von draußen rein‘ schönste Sommerlaune und hatten sichtlich Spaß an ihrer Performance. Den Besuchern, die sich teilweise sogar aus umfunktionierten Mülltüten eine Zuflucht vorm Regen gebastelt hatten, gefielen die Auftritte der Chöre allemal.

Diskussion zu sozialpolitischen Fachthemen mit Vertreter/innen der Volkssolidarität

Zwischen den Liedern der Chöre und den Auftritten weiterer Künstler wurde der Tag der Volkssolidarität von den Besuchern vor allem auch genutzt, um über sozialpolitische Themen zu diskutieren und sich über die Angebote und Projekte der Volkssolidarität zu informieren. So kamen Elke Breitenbach, Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Dr. Wolfram Friedersdorff, Präsident der Volkssolidarität und Heidi Knake-Werner, Vorsitzende des Landesverbandes Berlin e.V., im Rahmen einer Podiumsdiskussion miteinander ins Gespräch. Frau Breitenbach betonte die Wichtigkeit der Wohlfahrtsverbände wie die Volkssolidarität für das Funktionieren der Gesellschaft und erklärte die Volkssolidarität mit ihrem Leitsatz ‚Miteinander, Füreinander‘ zum Zukunftsmodell. Frau Knake-Werner ging da voll und ganz mit, sieht aber für den Erfolg der Volkssolidarität als Zukunftsmodell, den dringenden Bedarf am Image der Volkssolidarität zu arbeiten, als notwendig an, und nannte hier vor allem die Herausforderung, auch junge Menschen für die Volkssolidarität zu interessieren und sie für die Mitgliedschaft oder Ehrenamt zu gewinnen. Wolfram Friedersdorff nannte dem zustimmend das aktive Ehrenamt als Motor für das Bestehen der Volkssolidarität. Die Erweiterung der Angebote und Einrichtungen, wie zum Beispiel der Einstieg der Volksolidarität in die Arbeit mit geflüchteten Menschen, ziehe jüngere Mitglieder und an einer ehrenamtlichen Tätigkeit Interessierte an.

Die Volkssolidarität als Arbeitgeber

In einem weiteren Gespräch diskutierten die Bundesgeschäftsführerin der Volkssolidarität, Annette Helbig, und der Landesgeschäftsführer der Volkssolidarität Berlin e.V., André Lossin, über die Rolle der Volkssolidarität als Arbeitgeber. Die Volkssolidarität ist insbesondere in Ostdeutschland aktiv und beschäftigt aktuell über 18.600 hauptamtliche Mitarbeiter/innen. Bei der Meisterung des Fachkräftemangels gibt es in der Volksolidarität unterschiedliche Strategien. Der Landesverband Berlin habe sich zum Ziel gesetzt, so André Lossin, dem Fachkräftemangel mit der Zahlung von Tariflöhnen beizukommen. Aber auch andere Wege und Herangehensweisen, wie zum Beispiel die geplante Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements und die aktive Gewinnung von Auszubildenden, zwei Maßnahmen auf die der Landesverband Sachsen-Anhalt setzt, oder die Schaffung von Fortbildungsangeboten in der vor drei Jahren gegründeten Weiterbildungsakademie der Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen e.V. sind laut Bundesgeschäftsführerin als geeignete Maßnahmen anzusehen. In der Zukunft komme es laut Annette Helbig für den Gesamtverband darauf an, die Ideen zu bündeln, sich gegebenenfalls untereinander mit Ressourcen auszuhelfen und vor allem neuen Ideen Gehör zu verschaffen.

Trotz Regen also Ideen schmieden für die Zukunft – dafür hat sich der Tag der Volkssolidarität gelohnt. Insgesamt verzeichnete die Veranstaltung ca. 2.500 Gäste, darunter viele Teilnehmer/innen der Wandergruppen der Volkssolidarität, die sich extra auf den Weg nach Berlin gemacht hatten, und über 500 Mitwirkende.