Volkssolidarität


Bundesverband e.V.

Arbeit für Geflüchtete braucht gute Finanzierung

Fachtag des Kompetenzzentrums Flucht und Migration des Bundesverbandes

Das Thema „Finanzierungsmöglichkeiten im Bereich der Flüchtlingshilfe“ beschäftigte das Kompetenzzentrum Flucht und Migration der Volkssolidarität am 3. November 2016. Das Gremium hatte Interessierte und Beschäftigte des Verbandes zu einem Fachtag in die Notunterkunft für Flüchtlinge im Berliner Stadtbezirk Marzahn-Hellersdorf eingeladen. Die Einrichtung wird vom Landesverband Berlin der Volkssolidarität betrieben.

Stefan Kollasch, Projektreferent beim Paritätischen Gesamtverband, stellte die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten der Arbeit für Geflüchtete vor. Er machte auf zahlreiche länderspezifische Regelungen aufmerksam. So informierte er sowohl über Rahmenbedingungen von EU- und Bundesförderprogrammen als auch über Fördermöglichkeiten durch den Paritätischen Wohlfahrtsverband. Schwerpunkte waren dabei neben Fördermöglichkeiten der EU, gemeinwesensorientierte Projekte (GWO), die Koordinierung niedrigschwelliger Frauenkurse, die Qualifizierung und Förderung des ehrenamtlichen Engagements für Flüchtlinge und das Patenschaftsprogramm „Menschen stärken Menschen“ des Bundesfamilienministeriums.

Zuvor hatte Asli Peker Gaubert, Leiterin der Flüchtlingsunterkunft – eine von dreien in Trägerschaft des Landesverbandes Berlin –, die Arbeit vor Ort vorgestellt. Der Geschäftsführer des Landesverbandes, André Lossin, informierte über aktuelle Trends in der Arbeit mit und für Geflüchtete. Jan Gaubert, Referent beim Bundesverband für Verbandsarbeit/Freiwilliges Engagement, schilderte seine Eindrücke aus dem französischen Flüchtlingslager „Grand Synthe“ im Departement Nord/Pas-de-Calais. Eine Delegation der Volkssolidarität war dort Anfang Oktober während eines mehrtägigen Treffens mit der französischen Partnerorganisation Secours Populaire Français (SPF) zu Besuch. Anne-Sarah Shiferaw, Koordinatorin für Flüchtlingshilfe beim Bundesverband, berichtete von ihren Erfahrung im Bereich der Arbeit für und mit Geflüchteten. Aus ihrer Sicht ist es dringend notwendig, dass Projekte vor Ort gefördert und unterstützt werden.

Im zweiten Teil des Fachtages gab ein Praxisworkshop zum Thema „Von der Idee bis zum fertigen Antrag/Antragstellung und Fördermittelakquise“ den Teilnehmenden zahlreiche Informationen und Hinweise. Ulrike Gringmuth-Dallmer, Referentin der Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland, zeigte Wege auf, wie Projekte zielgerichtet beantragt werden können. Unterschiedliche Förderrichtlinien und das Finden von Zielgruppen spielten dabei genauso eine Rolle, wie das Erstellen von Finanzierungsplänen, Sachberichten und Verwendungsnachweisen.