Volkssolidarität


Bundesverband e.V.

Erfahrungsaustausch mit französischen Partnern und Freunden

Delegation der Volkssolidarität beim Secours Populaire Français (SPF)

Ein gutes Motto: Die Solidarität weltweit verbreiten statt die Krise!
Ein gutes Motto: Die Solidarität weltweit verbreiten statt die Krise!
Gespräche, Informationsbesuche und der Erfahrungsaustausch standen auf dem Programm einer Delegation der Volkssolidarität, die vom 9. bis 13. Oktober 2016 zu Gast bei der französischen Partnerorganisation Secours Populaire Français (SPF) war. Das Themenspektrum reichte von der der Hilfe für soziale Benachteiligte und geflüchtete über die Weiterbildung von ehrenamtlich Engagierten bis zur weiteren Zusammenarbeit der beiden Organisationen.

Zur Delegation gehörten neben dem Präsidenten der Volkssolidarität, Dr. Wolfram Friedersdorff, Cornelia Kurowsky, Geschäftsführerin der Kinder-, Jugend- und Familienwerk gGmbH Sachsen-Anhalt, Alfred Spieler Referent für Sozialpolitik beim Bundesverband, und Jan Gaubert, Referent für Freiwilliges Engagement und Verbandsarbeit beim Bundesverband. Im Mittelpunkt des Erfahrungsaustausches mit den französischen Gastgebern stand die Vorstellung konkreter karitativer Projekte zum Beispiel in den Bereichen Lebensmittelverteilung sowie Hilfe bei der Wohnraumsuche und Unterstützung im Alltag.

v.l.: Dr. Alfred Spieler, Cornelia Kurowsky, Dr. Wolfram Friedersdorff, ein ehrenamtlicher SPF-Mitarbeiter
v.l.: Dr. Alfred Spieler, Cornelia Kurowsky, Dr. Wolfram Friedersdorff, ein ehrenamtlicher SPF-Mitarbeiter
Für die Vertreter der Volkssolidarität war es beeindruckend zu sehen, wie der SPF unter den schwierigen gesellschaftlichen Bedingungen mit seinem vielseitigen ehrenamtlichen Engagement vor Ort überzeugen kann. Die Delegation lernte die Arbeit der regionalen SPF-Föderationen Paris, Nord/Pas de Calais, Moselle und Bas-Rhin kennen. Neben dem inhaltlichen Austausch wurden auch die konkreten Ziele für die zukünftige Zusammenarbeit vereinbart. So gab es ein Treffen mit dem Präsidenten des SPF, Julien Lauprètre, und der Generalsekretärin des Verwaltungsrates des SPF, Henriette Steinberg. Dabei wurde unter anderem der gegenseitige Austausch von Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Ferienfreizeit beraten und abgestimmt. Verbandspräsident Dr. Friedersdorff lud dabei für das nächste Jahr 2017 Kinder aus dem Wirkungsbereich des SPF in ein Kinderferienlager des Kreisverbandes Nordsachsen ein.

Der Besuch eines Flüchtlingslagers in Grand Synthe im Departement Nord/Pas-de-Calais war für die Delegation der Volkssolidarität hoch interessant und eindrücklich. Im dem Lager sind zirka 1000 Geflüchtete untergebracht, die zumeist aus dem Irak stammen. Es zeigte sich, dass es in Frankreich große Probleme bei der Unterbringung von Geflüchtetem gibt. Die im Flüchtlingslager in Grande Synthe wohnenden Menschen müssen unter teilweise primitiven Bedingungen leben. Einfache Holzhütten ohne Heizung und Sanitäranlagen sowie Kochstellen betrieben durch Holzöfen und der Fakt, dass es im Lager keine Waschmaschine gibt, dürften in einem der reichsten europäischen Länder nicht zum Standard gehören. Ein weiteres Problem stellt der Umstand dar, dass Frankreich sich im Rahmen eines bilateralen Abkommens gegenüber Großbritannien verpflichtet hat, Flüchtlinge an der Weiterreise nach Großbritannien zu hindern.

Der Verbandspräsident übergab den Ehrenpreis der Volkssolidarität an die Generalsekretärin des Verwaltungsrates des SPF, Henriette Steinberg
Der Verbandspräsident übergab den Ehrenpreis der Volkssolidarität an die Generalsekretärin des Verwaltungsrates des SPF, Henriette Steinberg
Am Ende des Besuches verlieh Dr. Friedersdorff der französischen Partnerorganisation SPF den Ehrenpreis der Volkssolidarität und bedankte sich für die Gastfreundlichkeit. Die Delegation nahm neben vielen interessanten Eindrücken auch wichtige Anregungen mit nach Hause, so zum Beispiel, was die Spendenakquise und die Gewinnung Freiwilliger angeht. Die Kooperation mit den französischen Freunden soll fortgesetzt und ausgebaut werden, wie Verbandspräsident Dr. Friedersdorff am Ende der Reise betonte.