Volkssolidarität


Berliner Volkssolidarität
André Lossin spricht auf dem Ortsgruppentreffen in Karlshorst. Fotos: Mario Zeidler/Volkssolidarität

Neue Pläne für neue Mitglieder

Beim Ortsgruppentreffen der Volkssolidarität diskutieren die Mitglieder über neue Wege der Mitgliedergewinnung

Fast 150 Vertreterinnen und Vertreter der Berliner Volkssolidarität haben in Karlshorst eine überwiegend positive Bestandsaufnahme des Mitgliederverbandes erarbeitet. Es bleibt viel zu tun, um jüngere Menschen an die Volkssolidarität zu binden.

Auf den Tischen liegen Einladungen zum Frühlingskonzert der Volkssolidarität in Lichtenberg, zur 1. Mai-Demo und zum Tag der Volkssolidarität auf der IGA Berlin 2017. Es stehen in den kommenden Wochen viele wichtige Termine für den Wohlfahrts- und Sozialverband an. Das ist beispielgebend für viele wichtige Erkenntnisse und Entscheidungen, die für die Volkssolidarität anstehen. Das interessiert viele Vertreterinnen und Vertretern der 250 Ortsgruppen. Auch die Vorstandsmitglieder Heidi Knake-Werner, Jo Facklam, Ingeborg Simon, Frank Sobanski und Uwe Klett sowie die Bundesgeschäftsführerin Annette Helbig sind gekommen, um den Erfahrungsaustausch mit den Ortsgruppen zu gestalten und zu begleiten.

 

Zukunftsmodell Interessensgruppe

In seinem Impulsreferat steigt Landesgeschäftsführer André Lossin gleich ins Eingemachte ein. Neben dem Ortsgruppenprinzip müsse nun verstärkt an dem Prinzip Interessensgruppen gearbeitet werden. In solchen Gruppen können Menschen, die sich für ein Thema interessieren, wie beispielsweise eine Sportart oder ein Projekt, auch Teil der Volkssolidarität sein. "Das ist ein Zukunftsmodell", sagt André Lossin. Rund ein Jahr nach Einführung der drei großen Regionen im Rahmen des Organisationsentwicklungsprozesses sei offenbar, dass die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Regionen sehr stark mit der Betreuung der bestehenden Ortsgruppen im Mitgliederverband gebunden sind. Aufgrund des hohen Alters vieler Mitglieder können diese leider häufig nicht mehr alle organisatorischen Dinge im Verband leisten. Hier springen nun vermehrt die Hauptamtlichen ein. Das mache eine Akquise neuer Mitglieder durch die Hauptamtlichen sehr schwierig. "Dafür fehlen einfach die Ressourcen", so der Landesgeschäftsführer.

 

Hier geht es zur Rede von André Lossin

 

Aus diesem Grund möchte der Landesverband von diesem Jahr an professionelle Mitgliederwerbung betreiben. Bei dieser Entscheidung möchte es André Lossin es nicht belassen. Er plant, Angebote für Jugendliche und junge Menschen in der Volkssolidarität zu schaffen und perspektivisch eine Junge Volkssolidarität gründen.

 

Andreas Fielitz von der gleichnamigen Agentur für Mitgliederwerbung stellte seinen Ansatz zur Mitgliederwerbung vor, mit seinem Unternehmen arbeitet der Brandenburger Landesverband der Volkssolidarität seit einige Jahren zusammen. "Ganz viele Leute kennen die Volkssolidarität gar nicht, Mitgliederwerbung bedeutet auch viel Öffentlichkeitsarbeit", sagt Andreas Fielitz. Vom Brandenburger Landesverband stellte sich der Verantwortliche für Mitgliederarbeit Jörg Jutzi hinter die professionelle Mitgliederwerbung. Darüber haben die Brandenburger bereits viele Mitglieder dauerhaft gewinnen können. Unter den Mitgliedern kam die Idee gut an, spontan gingen einige Mitglieder an Mikrofon, um das Modell zu begrüßen.

 

Auch sonst war die Stimmung auf der Ortsgruppenberatung gut. Zu Beginn wurden Jo Facklam und Herr Hanisch für ihr ehrenamtliches Engagement vom Paritätischen Berlin geehrt - zu ihrer Überraschung, die Eingeweihten hatten die Auszeichnung geheim gehalten. Helmut Forner vom Vorstand des Paritätischen Berlin überreichte die Ehrennadeln. Unter den Rednerinnen und Rednern aus den Ortsgruppen erzählten viele von stolzen Spendenergebnissen, unterstützten Projekten und neu gefundenen Mitgliedern. Allerdings können die neuen Mitglieder den hohen Altersdurchschnitt nicht so recht senken - umso wichtiger wird es sein, hier neue Akzente zu setzen.