Volkssolidarität


Berliner Volkssolidarität

Beratung für Männer - gegen Gewalt

                                                         Neu ab 2017:

                                               Beratung und Kurse für

                                                    geflüchtete Männer

Seit der Gründung der Beratung für Männer – gegen Gewalt im Jahre 1999 steht die interkulturelle Täterarbeit im Zentrum. Viele Männer mit Wurzeln im Ausland haben seitdem in unseren Kursen und Beratungen Kompetenzen für eine gewaltfreie Partnerschaft erlernt.

In 2017 ergänzt die Beratungsstelle ihre Arbeit um Präventive Gruppenarbeit und Beratung für gewaltausübende geflüchtete Männer.

Die Belastungen der kriegsbedingten Flucht, der Traumatisierung und der aktuellen Lebensbedin-gungen sind Themen der Beratungen und Kurse „Gewalt in der Partnerschaft und Familie“. Wie in allen unseren Beratungen und Kursen steht das Ziel der Gleichstellung der Geschlechter hierbei im Zentrum.

Das Projekt kooperiert mit Einrichtungen für geflüchtete Frauen, Männer und Kinder und mit Beratungsstellen für Frauen, die von Gewalt in der Partnerschaft und der Trennung betroffen sind, sowie mit Projekten, welche die mitbetroffenen Kinder unterstützen.

Wir streben an, die Beratungen und Kurse in der jeweiligen Muttersprache der Geflüchteten durch-zuführen, und zwar durch Einsatz von entsprechenden muttersprachlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung fördert dieses Projekt im Rahmen der Umsetzung des Masterplans Integration und Sicherheit.

 

                                                   Kampagnen

One Billion Rising am 14. Februar 2017.

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November.

UNWomen Solidarity Movement for Gender Equality #HeForShe

Schaust du hin? Symposium des Bundespräsidenten und Terre des Femmes Gemeinsam gegen Gewalt an Mädchen und Frauen im Schloss Bellevue 2015.

#SayNo!StopViolenceAgainstWomen

 

 

 

 

 

 

 

                              BERATUNG FÜR MÄNNER - GEGEN GEWALT

Was ist das erste, das Ihnen beim Thema Beratung für Männer – gegen Gewalt einfällt?

Ja, so geht es nicht mehr weiter. Ich will rausfinden … diesen Weg rausfinden aus diesem Labyrinth … anders leben als vorher. Weil Aggressionen, Wutausbrüche – gegen Frau, gegen Kind, gegen Freunde, das schadet nur einem selbst. Ich find‘s toll, dass es die Beratung gibt. Ich find‘s wunderbar, dass man die Möglichkeit hat, sich mit anderen zu treffen. In professioneller Obhut, sag ich mal, mit anderen zu treffen, die ähnlich mehr oder weniger ähnlich gelagerte Probleme haben, wie man selbst und zu erfahren, dass man nicht alleine ist.

Häusliche Gewalt ist gefährlich für die Gewaltopfer und die mitbetroffenen Kinder, vor allem während der Trennung. In der Regel handelt es sich nicht um einzelne Taten. Oft sind sie Teil einer langjährigen Misshandlungsbeziehung. Diese Taten werden überwiegend von Männern gegen ihre (ehemalige) Partnerin ausgeübt. Deshalb wendet sich die Beratung für Männer – gegen Gewalt schwerpunktmäßig an Männer:

Die Beratung für Männer – gegen Gewalt will mit ihrer Arbeit:

  • Gewaltopfer vor Misshandlungen und Nachstellungen bewahren.
  • Mitbetroffene Kinder vor den oft traumatischen Folgen von Gewalt in der Familie schützen.
  • Gewaltfreie Alternativen von Männlichkeit entwickeln, nicht zuletzt für junge Männer.
  • Männer dabei unterstützen, gewaltfrei zu leben sowie Frauen als unverletzlich und eigenständig anzuerkennen.
  • Auf die Folgen von Gewalt für die Opfer und sich selbst aufmerksam machen.

Die Beratung für Männer – gegen Gewalt betont die volle Verantwortung des Täters für sein Handeln. Er hat gewalttätiges Verhalten gelernt. Doch ebenso kann er sich gewaltfreies Handeln aneignen.

Die Beratung für Männer - gegen Gewalt bietet Ihnen:

  • Telefonische Kontaktaufnahme zur Information und Terminabsprache.
  • Persönliches Erstgespräch mit einer Psychologin oder einem Psychologen.
  • Klärung der gegenwärtigen Lage sowie der notwendigen nächsten Schritte.
  • Die Kurse gegen Gewalt an Frauen dauern ein halbes Jahr im wöchentlichen Turnus (25 Sitzungen à 2 Stunden).
  • Ein Schwerpunkt sind die Auswirkungen von häuslicher Gewalt auf Kinder.
  • Alle Kurse und Beratungen berücksichtigen den interkulturellen Kontext von Gewalt gegen Frauen.
  • Begleitende Kontakte zu (Ex-)Partnerinnen/Gewaltopfern durch den Frauentreffpunkt.

Sie können bei uns lernen:

  • wie Sie mit Stress und Aggressionen besser umgehen können,
  • wie es zu Ihren Gewalttaten kommen konnte,
  • wie Sie Risikosituationen erkennen können,
  • wie Sie gewaltfrei streiten können,
  • wie eine gleichberechtigte Partnerschaft aussehen könnte,
  • wie sich Gewalt in Ihrer Familie auf die Kinder auswirkt,
  • was eine verantwortungsvolle Vaterschaft für Sie bedeuten kann,
  • wie Sie eine Trennung verarbeiten können,
  • wie Sie den Kontakt zur Kindesmutter friedlich gestalten können,
  • dass es gut tun kann sich auszutauschen.